Jeder weiß, dass Veränderung schwer ist. Oft ist es jedoch nicht die Veränderung, die uns Probleme bereitet, sondern unsere biologische Programmierung.

Das Gehirn ist wie ein Buchhalter, der für alles einen Beleg aus der Vergangenheit benötigt. Kein Beleg? Keine Veränderung.

Die Zukunft kann mit alten Belegen jedoch manchmal nichts anfangen. Wie wirst du dich dann verhalten?

Hier gibt's 4 Impulse für mehr Mut zur Veränderung. Damit dein Leben nicht so aussieht:

Mut zur Veränderung

Inhaltsverzeichnis

  1. Mut zur Veränderung: Über Pläne und Ziele.
    1. 1. Es gibt keinen perfekten Plan.
    2. 2. Der Weg ist das Ziel.
  2. Mut zur Veränderung: Neues wagen.
    1. 3. Neue Erfahrungen.
    2. 4. Neues trotzdem wagen.

Mut zur Veränderung: Über Pläne und Ziele.

1. Es gibt keinen perfekten Plan.

Früher ärgerte ich mich, wenn mein Leben anders verlief, als ich es mir vorstellte. Wenn meine Pläne nicht aufgingen. Heute verstehe ich: Pläne können gar nicht immer funktionieren.

Dein Gehirn liebt Muster. So erklärt es sich die Welt. Und durch Muster versucht es auch, die Zukunft vorherzusehen.

Zukunftspläne basieren somit immer auf dem, was du schon kennst. Auf der Datengrundlage der Gegenwart. Und das kann problematisch sein.

Die Daten der Gegenwart sind vielleicht gut, aber nie perfekt. Woher willst du heute treffsicher wissen, wie dein Leben in einem Jahr aussieht?

Das ist, wie John Lennon in Darling Boy sang; „Das Leben ist das, was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu schmieden.“

Das bedeutet nicht, dass du keine Pläne schmieden sollst. Zermater dir das Hirn. Triff deine beste Vorhersage.

Aber denk dran, dass Pläne nur eine Annäherung sind. Du wirst immer wieder Anpassungen vornehmen müssen.

Das ist weder gut noch schlecht. Das ist einfach das Leben. Also mach dich nicht verrückt, wenn ein Plan nicht aufgeht.

Es gibt keinen perfekten Plan, nur den Mut zur Veränderung. Außerdem:

Pläne funktionieren meistens besser, wenn du bereit bist, sie zu verwerfen.

2. Der Weg ist das Ziel.

Du hast Ziele im Leben. Das ist normal. Dein Gehirn arbeitet ständig an seiner Vorstellung der Zukunft.

Wer will ich sein?“ „Was will ich erreicht haben?
Das sind wichtige Fragen.

Doch das Datenmaterial, das deinem Gehirn zur Verfügung steht, ändert sich täglich. Und somit ändern sich auch deine Ziele.

Was ist also, wenn du nie dort ankommst, wo du hinwillst? Wenn deine Ziele nur eine Illusion sind?

Ich glaube im Leben geht es viel mehr ums Laufen als ums Ankommen. Paul Watzlawick hat mal gesagt, „Im Aufbruch, nicht am Ziel liegt das Glück“. Und so ist das auch mit Veränderung. Sie entsteht, während du den Berg besteigst, weil du wissen willst, wie die Aussicht ist.

Ziele sind ein Kompass, der die Richtung bestimmt. Doch du kannst eine Landkarte studieren, wie du willst. Wenn du vor Ort bist, sieht die Welt ganz anders aus. Und genauso ist das mit Zielen.

Das Ziel ist nicht die Reise. Das Ankommen ist nicht der Sinn. Du wirst kein neuer Mensch, sobald du dein Ziel erreichst.

Nicht das Ankommen verändert dich, sondern die Reise.

Lies nicht, um Bücher zu zählen, sondern um Geschichten zu erfahren. Reise nicht, um Länder abzuhaken, sondern um Kulturen zu kosten. Vergeude deine Zeit nicht mit Followerzahlen, wenn du nach echter Verbindung suchst.

Keine Kennzahl dieser Welt entscheidet über die Qualität deines Lebens. Nur dein Handeln kann das.

Und genau wie deine Pläne, dürfen sich auch deine Ziele verändern. Wer weiß, vielleicht wirst du niemals ankommen. Gut so. Dann bleibst du schon mal in Bewegung. Also genieß die Reise.

Mut zur Veränderung: Neues wagen.

3. Neue Erfahrungen.

Dein Gehirn liebt, was es schon kennt.

Wenn du also dein Denken ändern willst, weil du unzufrieden bist, dann gibt es noch einen anderen Weg als Meditation und self-help:

Setz dich gezielt neuen Erfahrungen aus.

Es heißt, dass deine Art zu denken dein Leben direkt beeinflusst. Das stimmt. Ist eine neue Situation in deinen Augen ein Problem oder eine Herausforderung? Ist das Glas halbleer oder halbvoll?

Das Denken beeinflusst die Qualität des Lebens. Doch was ist, wenn das Schicksal bei der Qualitätsprüfung deines Lebens nicht ordentlich hingeschaut hat? Wie brichst du aus alten Mustern aus, die dir nicht gut tun?

In diesem Fall hilft es manchmal, nicht das Denken zu verändern, sondern sich neuen Erfahrungen auszusetzen.

Ich erinnere mich noch: Vor zwei Jahren sah ich zum ersten Mal in meinem Leben wirkliche Armut. Eine Frau saß einsam und verlassen in ihrem „Haus“ in Thailand. Um sie herum sammelten sich Berge voll Müll, den sie in der Hoffnung aufhob, er könne ihr irgendwann nützlich sein.

Als ich nach Deutschland zurück kam, war ich mit meinem Gehalt plötzlich nicht mehr ganz so unzufrieden. Klar, als Deutscher beschwert man sich trotzdem. Man braucht ja was zum Meckern. Doch in Wahrheit war mein Gehalt guter Durchschnitt. Worüber beschwerte ich mich also?

Ein einfacher Blick in das Haus eines anderen Menschen veränderte meine Denkweise. Und das ist die Magie neuer Erfahrungen.

Sie bringen dein Gehirn dazu, sich anzupassen, zwingen es manchmal sogar dazu.

Dafür musst du nicht in ferne Länder reisen. Dein Alltag bietet dir genug Möglichkeiten.

  • Lass dich auf einen Kinofilm ein, auch wenn er dir zu dramatisch klingt.
  • Besuche eine Comedy Show, auch wenn dir nicht zum Lachen zumute ist.
  • Probier ein neues Hobby aus, auch wenn du denkst, dass du kein Talent besitzt.

Lass dich auf neue Erfahrungen ein und schau, wie sie dich verändern. Das Denken folgt oft von ganz allein.

4. Neues trotzdem wagen.

Dein Gehirn mag Veränderung nicht. Veränderung bedeutet Unsicherheit und erfordert Anpassung. Stabilität hingegen bedeutet Sicherheit.

Aus diesem Grund bleiben Menschen gerne passiv. Sie handeln nicht, obwohl sie wissen, dass es richtig wäre. Obwohl sie es vielleicht sogar wollen.

Veränderung erweckt eine tiefe Angst in uns.

  • Was, wenn es nicht klappt?
  • Was, wenn ich nicht gut darin bin?
  • Und was, wenn mich andere Leute auslachen?

Diese negativen Gefühle sind… nicht negativ? Richtig gelesen. Negative Gefühle sind gut. Lass dich von ihnen nicht abschrecken. Sie zeigen dir, was wichtig ist. Was du wirklich tun musst.

Wäre dir etwas gleichgültig, würdest du nichts spüren. Die Angst dient also als Indiz dafür, dass es dir etwas bedeutet.

Das Gehirn bedient sich vieler Tricks, um dich vor Veränderung zu schützen. Der Gedanke, dass du etwas nicht kannst oder du nicht gut genug bist, ist nichts anderes als eine Vermeidungstaktik. Ein Abwehrmechanismus vor anstrengender Veränderung.

Indem du Probleme in deinem Kopf erzeugst, die dich am Handeln hindern, erlaubst du Passivität und Bequemlichkeit. Du rechtfertigst Stillstand.

Doch ein ungelöstes Problem, das du vor dir herschiebst, wird immer ein ungelöstes Problem bleiben.

Wenn du es hingegen angehst, wird es Teil deines Werkzeugkastens. Und wenn du ihm wieder begegnest, weißt du genau, welchen Schraubenschlüssel du ansetzen musst, um es zu lösen.

Wenn du also das nächste Mal bemerkst, dass du etwas vor dir herschiebst, das herausfordernd und mit Unsicherheit verbunden ist, dann sieh diese negativen Gefühle als Indiz, um es trotzdem zu tun.

Die Angst vor einer Entscheidung oder Veränderung ist oft ein Indiz für ihre Notwendigkeit.

Triff die Entscheidung. Probier etwas Neues. Experimentiere. Fall auf die Nase und steh wieder auf.

Fang an zu handeln und schau, ob es dich in ein besseres Leben führt.

Gefällt dir dieser Artikel? Dann hol dir dein Level Up und melde dich für meinen kostenlosen Newsletter an.

Anmelden

PS: Ich hoffe diese Impulse schenken dir mehr Mut zur Veränderung. Falls du jetzt direkt loslegen und etwas in deinem Leben verändern willst, helfen dir meine Artikel dabei: