Bewegung ist Leben, sagte mein Vater. Ich stimme zu. Ein kurzer Aufruf, warum Bewegung heute wichtiger denn je ist.
Der Körper ist auf Bewegung ausgerichtet
Bewegung ist Leben, doch noch nie war es so einfach wie heute, sich nicht zu bewegen. Aber gerade wegen dieser Bequemlichkeit ist Bewegung so wichtig wie nie zuvor.
Der menschliche Körper ist auf Bewegung ausgelegt. Wir sind auch heute mehr Jäger und Sammler als Schreibtischtäter. Bewegung hält gesund und die Funktionsweise des Körpers aufrecht. Sie hilft auch im Umgang mit psychischen Belastungen.
In dieser Hinsicht sind Menschen ein bisschen wie Haie. Wenn sie sich nicht bewegen, sterben sie - nicht urplötzlich, sondern schleichend. Bewegung bedeutet Leben. Das gilt sowohl für den Körper als auch für den Geist.
Embodied Mind: Warum wir uns nicht nur geistig anstrengen müssen
Epiktet war der Überzeugung, dass es ein Zeichen geistiger Armut sei, sich dauernd mit dem Körper zu beschäftigen. Ihm zufolge solle die volle Aufmerksamkeit auf die Entfaltung der geistigen Anlagen gerichtet sein1.
Doch das Denken, so wollte ich ihm entgegnen, hat sich nicht separat, sondern in Verbindung mit dem Körper entwickelt. Vielleicht können wir das Denken nur verstehen, wenn wir diesen Zusammenhang zum Körper berücksichtigen.
Der Körper merkt sich Vernachlässigung und erinnert dich daran im Alter
Meiner Meinung nach ist es kein Zeichen von geistiger Armut, aber durchaus von Naivität, wenn jemand glaubt, der Körper merke sich die Vernachlässigung nicht, die ihm entgegengebracht wird. Der Körper wird sich daran erinnern, wie man mit ihm umging.
Du tust also gut daran, wenn du dich um deinen Körper kümmerst. Du musst deshalb kein Extremsportler werden. Die Leistungen solcher Menschen sind beeindruckend, doch ihr Werdegang endet oft als Schmerzpatient.
Meine Fitnessreise begann im Corona-Lockdown mit ein paar Liegestützen. Seitdem mache ich fast täglich Sport. Weltrekorde stelle ich dabei nicht auf. Trotzdem bin ich heute mit 30 Jahren fitter als ich es mit 25 war.
Auch mein Trainingsansatz ist jung geblieben. Ich gamifiziere meinen Sport, damit er mir Spaß macht und sich nicht wie Arbeit anfühlt.
Gewohnheiten sind wichtiger als Extremleistungen
Gib deinem Körper jeden Tag ein bisschen Bewegung. Fang klein an, aber sei beständig. Es sind die kleinen Gewohnheiten, die uns zum Erfolg führen, nicht die großen Taten.
Fang einfach an. Mach einfach weiter. Denk daran: Fitness ist einfach - eigentlich. Hier findest du 5 Tipps, wie Sport einfach wird.