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# Was ein UFC-Champion über Social Media versteht
- URL: https://www.markusdotzler.de/khabib-nurmagomedov-social-media-weisheit/
- Published: 2026-10-11T08:00:26.000Z
- Updated: 2026-10-11T08:00:26.000Z
- Description: send me location
- Author: Markus Dotzler
- Tags: Content Creation, Philosophie, Wachstum

Stunden saß ich hier, fügte Bilder ein und schrieb Texte neu.

***Heute ist der Tag.***

Ein paar letzte Sätze, die Aufmerksamkeit erregen. Ein Vorschaubild als Kirsche. Der Link im ersten Kommentar.

Dann drücke ich auf *Senden* – *Feuer auf allen Kanälen* – und öffne der Welt das Tor zu meiner neuen Homepage.

Ich warte.

Und warte.

Doch in der ersten Woche, als ich meine neue Homepage bewerbe – *endlich inkl. Newsletterfunktion!* – bleiben die einzigen Mitglieder die drei Personen, die den Anmeldeprozess vorher getestet haben.

Mein Bruder, meine Freundin…

… und ich.

Das Tor, durch das in meiner Vorstellung die Massen strömen werden, hätte genauso gut ein Türchen zu meiner Abstellkammer sein können.

Apropros Newsletterfunktion: Du willst meine Texte in deinen Posteingang?

Dann meld dich hier zum Newsletter an. Jeden Sonntag ein Text gegen den Autopiloten.

[Nie wieder NPC ](#/portal/signup/free) 

## Die Anmeldung auf Substack

In den Monaten danach versuche ich alles, um Traffic auf meine Homepage zu lenken.

Ich poste täglich auf Threads, starte einen Youtube-Kanal und arbeite mich parallel in Search Engine Optimization ein.

Nix funktioniert.

Dann melde ich mich auf Substack an. Plötzlich bekomme ich Rückmeldungen von Menschen, die ich nicht persönlich kenne – und ärgere mich.

Nicht über die Leser, sondern über *meine Entscheidungen*.

„*Wie viele Abonnenten könntest du schon haben, wenn du dich direkt für Substack entschieden hättest?!*“, sagt die Elster in meinem Kopf, die das Funkeln der Kennzahlen schon aus weiter Entfernung sieht.

Doch eines Tages dämmert es mir – ausgerechnet im Fitnessstudio:

Seit Beginn meiner Reise trete ich immer wieder in dieselbe Falle wie eine Maus, die dem Käse nicht widerstehen kann.

Und meinen Fehler zeigt mir jemand, der mit Schreiben nichts am Hut hat. Dafür aber mit *„smashen“* – und zwar **Menschen smashen**.

Darf ich vorstellen?

***Khabib Nurmagomedov.***

Der Mäusefänger höchstpersönlich.

![](https://www.markusdotzler.de/content/images/2026/10/Nurmagomedov-Khabib-Weigh-In-229-Hero.jpg.jpg)

Khabib Nurmagomedov. [Quelle.](https://www.ufc.com/news/khabib-eagle-nurmagomedov-named-ufc-hall-fame-class-2022?ref=markusdotzler.de)

## Khabib Nurmagomedov über den Erfolg in der UFC

Bevor ich mich im Fitnessstudio aufs Laufband stelle, um mich aufzuwärmen, suche ich mir einen Podcast aus. Dann sehe ich sie.

**Episode 500.**

Lex Friedman Podcast.

Nein, besser gesagt: Da sehe ich ***ihn***. Der schwarze Bart so ikonisch wie die blonde Perücke, mit der er in die Halle lief.

3 Stunden Podcast mit einem Mann, der normalerweise lieber seine Fäuste schwingt als Reden hält. Ich schwitze noch bevor ich einen Schritt gegangen bin.

Khabib Nurmagomedov. Der Name steht für 29 Kämpfe, 29 Siege. Pure Dominanz.

Dieser Mann weiß, was es bedeutet, sich an die Spitze zu kämpfen – im wörtlichsten Sinne.

Und während ich zu den Klimmzügen übergehe – in der stillen Hoffnung, dass davon nicht nur der Lat, sondern auch der Bart wächst –, da frage ich mich:

*Wie blickt ein Mensch auf Erfolg, der so viel davon erlebt hat?*

### Aus welchem Holz bist du geschnitzt?

Genau darüber spricht Khabib ab Minute 29:42\. Aber er erzählt nicht nur davon, wie schwer es in der UFC ist, überhaupt Erfolg zu erreichen, sondern vor allem *erfolgreich zu bleiben*:

> *Ein Mensch weiß manchmal selbst nicht, wozu er in der Lage ist. Manchmal kann er sich erst dann verstehen, sobald der Erfolg eintritt. Dann entdeckt er, aus welchem Holz er geschnitzt ist.*

> *Solange ihm etwas fehlt – Geld, Macht oder alles, was der Erfolg mit sich bringt –, versteht er nicht, wie er sich in seiner neuen Rolle verhalten wird \[…\]. Niemand weiß es.*

> *Du weißt nie, wie du dich verhalten wirst, sobald du an der Spitze ankommst. Es ist so eine heikle Sache, nach oben zu steigen und Mensch zu bleiben.* – Khabib Nurmagomedov

Wenn wir an Erfolg denken, sehen wir all das Funkeln, das er mit sich bringt. Geld, Status und Anerkennung für unsere Anstrengung.

Die Blogger, Substacker und Youtuber denken vielleicht weniger an Sex und Macht, aber durchaus an Abonnenten, Likes und Aufrufe.

Das ist nicht verwerflich. *Don’t hate the player, hate the game.*

Doch selten fragen wir uns dabei, wie diese Aufmerksamkeit uns verändern könnte, sollte sie eintreten, oder wie Khabib sagen würde:

*Was sie zum Vorschein bringt.*

Ist das Holz, aus dem wir geschnitzt sind, widerstandsfähig genug, um selbst dem stärksten Windstoß standzuhalten?

Oder fault der Stamm bereits an der Wurzel?

Dafür benötigt es keine UFC, kein Glanz und Gloria, manchmal nur Alltag. Genau das erleben manche Menschen – vielleicht auch du – täglich.

## Die Machtspiele der Kleinganoven

In meinen bisherigen Jobs habe ich viele gute Führungskräfte erlebt. Das betone ich, weil ich nun über eine Ausnahme spreche.

Im Job lernte ich Menschen kennen, die ihre Spitzel im Betrieb verteilten und sich Listen über das Verhalten von Mitarbeitern anlegten, um sie in Gesprächen gegen sie zu verwenden, während sie das gleiche Verhalten bei anderen tolerierten.

Personen, die eine Handvoll Menschen mit Gefallen überhäuften und andere aus dem Unternehmen ekelten, die von dieser Vetternwirtschaft nichts wissen wollten.

Die sich keiner Verantwortung bewusst waren, wenn ihre Mitarbeiter sie in Gesprächen mit der Wahrheit konfrontierten und ohne Hemmungen logen, um sich aus der Schlinge zu winden.

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Falls du solche Menschen kennen solltest, empfehle ich dir:

- „[Tyrannen im Alltag](https://vistic.substack.com/p/tyrannen-im-alltag-entlarven)“ auf Substack von Victor Schmidt
- „Die Psychopathen sind unter uns“ von Jon Ronson

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Es heißt, Macht korrumpiert. Doch es braucht nicht viel, keine Vorstandsebenen oder Präsidien.

Manchmal reicht eine Prise, ein wenig Personalverantwortung und ein guter Draht zum nächsten Chef und schon herrschen in einem Unternehmen Zustände wie bei *Game of Thrones*.

*„Lasset die Spiele beginnen.“*

Macht korrumpiert – den Einen schneller als den Anderen. Doch ihre Versuchungen verstecken sich auch in Aufmerksamkeit.

**Ich smashe Wörter wie Khabib. Falls dir mein Wortsmash gefällt, spendier mir doch 'nen Kaffee – dann smashe ich schneller.*

[Hier geht's zur Kaffeekasse ](https://ko-fi.com/markusdotzler?ref=markusdotzler.de) 

## Die Götzen, nach denen wir streben

![](https://www.markusdotzler.de/content/images/2026/10/The_Fall_of_Icarus_-SM_1689-.jpg)

Der Sturz des Ikarus. [Quelle.](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The%5FFall%5Fof%5FIcarus%5F%28SM%5F1689%29.png?ref=markusdotzler.de)

Als ich meinen Blog 2024 online nahm, empfahl mir ein Kollege, meine Artikel auf Linkedin zu bewerben. Zusätzlich richtete ich mir Instagram, Threads und Facebook ein.

*Hol dir die Klicks, Junge!*

Heute frage ich mich jedoch, ob das ein Schritt in die falsche Richtung war. Der Anfang einer Suche nach Bestätigung in Kennzahlen.

Ich verteufle Analytics nicht wie der Priester das umgedrehte Kreuz. In Kennzahlen steckt auch Erkenntnis. Sie verraten uns, was funktioniert und was nicht.

Doch zuweilen wird aus dem Kapitän und seinem Schiff ein Spielball der Gezeiten.

Ein Fokus auf Kennzahlen – gerade am Anfang – richtet oft mehr Schaden an, als dass er hilft. Wonach lernen wir zu streben, wenn wir unsere Likes, Aufrufe und Restacks zählen?

Wer hat uns überhaupt eingeredet, dass sich der Erfolg deiner und meiner Arbeit in einer Statistik ausdrückt? Und wie sehr manipuliert uns das?

*„Be careful what you wish for“*, weiß der Engländer. Ich hingegen weiß nicht, wie mich etwas verändert, dass ich noch nie erfahren habe.

Steckt darin nicht auch die Geschichte des Ikarus, der mit Flügeln aus Wachs Richtung Sonne flog und vom Himmel fiel?

Das Internet hat die Sonne durch Likes und Abonnenten ersetzt.

Doch auch daran können wir verbrennen.

## Das Streben nach ewigem Wachstum

Verfallen wir der Wachstumslogik der [Hustle Culture](https://www.markusdotzler.de/warum-hustle-culture-toxisch-ist/) online, stellen wir unsere Arbeit in Frage, wenn Likes und Aufrufe nicht mit unseren Erwartungen übereinstimmen.

Wir überlegen, wie wir unsere Reichweite steigern, als käme es auf die Zahlen mehr an als auf den Inhalt und wie er uns verändert.

Als wäre das Dashboard **Gunnery Sergeant Hartman** aus *Full Metal Jacket*, der uns drillt.

![](https://www.markusdotzler.de/content/images/2026/10/0agdtyr263551-2.jpg)

Gunnery Sergeant Hartman. [Quelle.](https://i.redd.it/0agdtyr263551.jpg?ref=markusdotzler.de)

**MEHR AUFRUFE, MADE!**

Doch Kennzahlen kennen keine Grenze. Du schon.

Aufmerksamkeit zu wollen, ist aber nur die eine Seite, mit ihr (oder ihrem Mangel) umzugehen die andere.

In den 2 Jahren, in denen ich nun Artikel schreibe und in dem halben Jahr auf Youtube, entdeckte ich immer wieder vereinzelte Kanäle, die an ihren Analytics kaputt gingen.

Die davon sprachen, dass sie sich ihr eigenes Hamsterrad aus Likes und Aufrufen gebaut hatten und die schließlich ihrer Kreativität den Rücken zukehrten, weil sie sich nicht *„rechnete“*.

*Und glaub mir, ich verstehe den Schmerz*. Ein einzelnes meiner Youtube-Videos benötigt inkl. Schnitt, Sounddesign und Animation mehrere Tage Arbeit.

Klickt dann niemand, will mir der [innere Kritiker](https://www.markusdotzler.de/zu-hohe-erwartungen-hobby/) einreden, dass die Anstrengung vergebens war.

Doch denke ich heute darüber nach, dann waren die Monate, in denen sich niemand für meinen Newsletter angemeldet hat oder in denen mein Youtube-Kanal auf 37 Abos *(bis heute)* stagniert, *keine Niederlage*.

Sie waren und sind die wichtigste Lektion.

### Schatten ist mehr als Dunkelheit

2024 nahm ich meinen Blog online, bevor ich überhaupt wusste, worüber ich schreiben wollte. Es brauchte rund 1,5 Jahre, bis ich verstand, was mich antreibt und wie ich damit anderen Menschen helfen kann.

Übrigens auch unzählige Richtungswechsel: Meinen ersten Artikel schrieb ich über [Sport](https://www.markusdotzler.de/fitness-ist-einfach/), den zweiten über die [Fight Club Philosophie](https://www.markusdotzler.de/fight-club-philosophie/). Erst heute bin ich bei *„Nie wieder NPC“* angekommen, aber suche immer noch:

Nach einem nachhaltigen Weg, meinen Lesern dabei zu helfen, das größte Spiel überhaupt – das Leben – nach ihren eigenen Regeln zu gestalten.

In dieser ganzen Zeit hätte mir jegliche Form öffentlicher Aufmerksamkeit geschadet. Zumindest kann ich nicht mit Sicherheit das Gegenteil behaupten.

Wie ein gekapertes Schiff wäre ich im Kielwasser von Likes und Aufrufen in eine Richtung getrieben, die ich noch nicht verstand.

Die nicht meine Richtung gewesen wäre.

Was ich dir sagen will: Wenig Aufmerksamkeit ist kein Makel, viel mehr ein Freifahrtschein.

***Probier dich aus, mach Fehler, schärf deine Botschaft und finde dabei deine Stimme.***

Unsichtbarkeit zeigt dir außerdem, ob du das, was du tust, wirklich verfolgen willst.

***Liebst du den Prozess mehr als das Ergebnis?***

Dann schreibst du auch in den Momenten, in denen niemand hinschaut oder veröffentlichst deine Videos, wenn niemand klickt.

Unsichtbarkeit ist Teil des Prozesses. Ein „Feature“, kein Fehler.

Das kapierte ich erst so richtig dank Khabib.

## Werde, der du bist, im Schatten

In der UFC hat Khabib eine Seite des Erfolgs erlebt, die ich nicht einmal erahnen kann. Doch er startete nicht als unbesiegbarer Champion, sondern als kleiner Junge aus Sildi, einem kleinen Bergdorf in Dagestan.

Bevor er Kämpfe gewann, verlor er sie auch und um überhaupt wettbewerbsfähig zu werden, musste Khabib zuerst an seinen Fähigkeiten arbeiten, nicht an öffentlicher Aufmerksamkeit.

Diese Ereigniskette – zuerst Kompetenz, dann Erfolg – verklickert uns Social Media heute andersherum. Zuerst kommt die Viralität, dann die Moral.

Doch Nietzsche schrieb, *„Du sollst werden, der du bist”*. Er schrieb **nicht**: *„Du sollst viral gehen“*. Höchstens: *„Du sollst wandern gehen!“*

Ob es Erfolg braucht, um zu werden, wer du bist, oder ob Khabib Recht hat und der Erfolg bloß zeigt, wer du schon bist, das weiß ich nicht.

Doch ich weiß, dass eine Pflanze ihre Wurzeln schlägt, wo ich sie nicht sehen kann. Und damit sind sich Khabib und Nietzsche ähnlicher, als du denkst.

Khabib hat das Kämpfen im Schatten der Berge Dagestans gelernt und Nietzsche das Philosophieren im Schatten der Schweizer Alpen.

Das Rampenlicht hat sich in dieser Zeit für beide nicht interessiert – und sie sich nicht für es.

Deshalb sage ich: Werde, der du bist, bevor dir die Öffentlichkeit dabei zusieht.

Sonst verbiegst du dich beim ersten Sonnenstrahl.

Werde der du bist... aber wie? Ich helf dir dabei. Jede Woche ein Artikel gegen den Autopiloten.

[Anmelden ](#/portal/signup/free) 

## Substack und die Zukunft

Als ich meinen dritten Artikel auf Substack veröffentlichte, schwebte mein Mauszeiger über dem Dashboard.

*Wie viele Aufrufe hat er bekommen? Wird Substack meine Probleme lösen?*

Die Stimme, die nach Aufmerksamkeit schreit wie damals bei der Veröffentlichung meiner neuen Homepage, steckt wohl immer noch in meinem Kopf.

*Doch ich hab nie geklickt.*

Geheilt bin ich deshalb nicht. Aber vielleicht hat mich der Dagestani mit dem schwarzen Bart und der blonden Perücke tatsächlich ein bisschen geerdet.

Statt mich in Analytics zu verlieren, öffne ich heute Obsidian und schreibe meinen nächsten Artikel.

Den Rest überlasse ich dir.

****... wo wir beim Thema wären:**  
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